19.7.06

Stockholm

Von Vaxholm unternehmen wir einen Abstecher nach Stockholm. Das Schärenschiff führt uns in dreiviertel Stunden durch unzählige kleine Inselgrüppchen. Schiffe fahren häufiger als Busse. Es herrscht auch auf dem Wasser mehr Verkehr, als auf der Strasse… Eigentlich wollen wir via Königspalast in die berühmte «Gamla Stan», die Altstadt. Dabei geraten wir als erstes in die wohlinszenierte Wachablösung. Dieses Spektakel können wir uns nicht entgehen lassen. Da sind wir also mitten in den Menschenmassen und versuchen etwas vom Schauspiel mitzubekommen. Daniel mit seinen knapp zwei Metern Höhe hat da klar einige Vorteile… Nach dem letzten Kommando schlendern wir ins Zentrum und mit uns all die Zuschauer von vorhin. Irgendwie fühlen wir uns unter sovielen Leuten nicht so ganz wohl, steuern eine Imbissbude an und stillen unsere müden Waden. Mit einem der vielen Boote tuckern wir danach durch die Wasserwege zum Vasa-Museum. Die «Vasa» ein Schiff, das 1621 erbaut wurde, sank bei seiner Jungfernfahrt 1500 Meter nach dem Stapellauf in Stockholm. Dreihundert Jahre später fand man ihr Wrak und hob sie unter mühsamsten Umständen an die Wasseroberfläche. Das Schiff war nach so langer Zeit in erstaunlich gutem Zustand, wurde restauriert und ist nun in einem grossartigen Museum zu bewundern. Leider ist der Tag schon vorbei und ein weiteres Schiff führt uns durch das Inselwirrwarr wieder zurück nach Vaxholm. Kurz: Stockholm mit seinen Wasserstrassen ist wunderschön, eine eigenständige Reise wert.

Stockholms Schären

Fast eine Woche ist es her, seit wir in Stockholms Schären festsitzen. Nicht etwa, weil unser Camper nicht mehr will – sondern, weil es uns hier so gut gefällt. Etwa 24000 Inselchen zählen die Schären um Stockholm, teils unbewohnt – in Stockholms Nähe fast nur bewohnt. Fast jedes Inselchen, auch wenn es nur ein paar Quadratmeter gross ist, wird von einem Stockholmer mit einem Ferienhäuschen und einem Bootssteg bewohnt. Diese Wochenendhäuschen sind in typischem schwedischen Stil – rot-weiss – gebaut. Die schwedische Flagge darf dabei nicht fehlen.

Zuerst verbrachten wir einige Tage in Nynäshamn, im südlichen Teil der Schären. Von dort laufen die grossen Fährgesellschaften das Festland (Polen, Estland, Finnland…) an.

Die letzten Tage verbrachten wir in Vaxholm, östlich von Stockholm. Wir verbringen die Zeit mit Baden, Radfahren, Paddeln und Fischen… Rafael hat seinen ersten Fisch aus dem Wasser gezogen, doch mass dieser klägliche 10,15cm – so dass er ihn nach grosser Bewunderung wieder in die Freiheit entliess… Weiter geniessen wir es ganz einfach mit «dolce far niente» und vor allem das schöne, sommerliche Wetter, mit blauem Himmel und weissen Cumuli – Wie lange werden wir wohl noch schwitzen?