Kontraste




12. September. Mora. Mit der Fährpassage von den Lofoten nach Bodø an die norwegische Küste kehren wir dem rauen, naturgewaltigen, kargen aber ruhigen Norden den Rücken. Aufbruch. Weil sich der Abfahrtstag – und die drei folgenden Tage auch – grau und mit leichtem Nieselregen präsentieren, entscheiden wir uns für Reise- Schulunterrichts- und Spieltage mit dem Etappenziel Trondheim und schliesslich wieder Schweden.
Nach sechshundert Kilometern Autofahrt in Trondheim angelangt, freuen wir uns auf den ausgedehnten Stadtbummel. Die Ankunft in der Zivilisation kommt abrupt: Hier muss man Parkplätze suchen! Ach ja, und dazu gehört ja auch noch das Füttern der Parksäulen… Wie schnell man doch solche Manieren vergessen kann… Die Geräuschkulisse ist durch Autobrummen statt durch das Krächzen der Seemöwen geprägt… Der typische Hafengeruch, ein Gemisch von Meersalz, Schmieröl und zu flickenden Fischnetzen ist weg… Und beim Anstehen in einem rot-gelben Fastfood-Lokal wird mir bewusst, wie unsere Outdoor-Kleider, Trekkingschuhe und mein Mehrtagebart auffallen… Trondheim gefällt uns. Eine schöne, gepflegte Stadt, die zum Verweilen einlädt. Aber irgendwie kommen wir uns – nach dem Hohen Norden – trotzdem wie «im falschen Film» vor…
Wir fahren weiter, Richtung schwedischer Grenze. Die Fjäll-Landschaft nach dem Abzweigen von der «E6» – der norwegischen Nord-Süd-Strasse schlechthin – kommt uns wie ein erneutes Abtauchen in die unberührte Natur vor: Fichten und hellgraue Moosteppiche soweit das Auge reicht…
Zum Übernachten suchen wir uns nochmals ein ruhiger Platz im Wald an einem See wie bei Winnetou und Co. (nun wieder mit Sonnenuntergang…); für das Lagerfeuer wird Holz mit dem Boot geholt und ein Sprung ins kalte Nass ersetzt die warme Dusche.


Mit dem Aufenthalt am Siljan-See und dem Provinzort Mora gewöhnen wir uns nun endgültig, aber etwas gemächlicher an den dichterbesiedelten Süden und dessen Gebräuche… Wir fahren weiter, Richtung schwedischer Grenze. Die Fjäll-Landschaft nach dem Abzweigen von der «E6» – der norwegischen Nord-Süd-Strasse schlechthin – kommt uns wie ein erneutes Abtauchen in die unberührte Natur vor: Fichten und hellgraue Moosteppiche soweit das Auge reicht…
Zum Übernachten suchen wir uns nochmals ein ruhiger Platz im Wald an einem See wie bei Winnetou und Co. (nun wieder mit Sonnenuntergang…); für das Lagerfeuer wird Holz mit dem Boot geholt und ein Sprung ins kalte Nass ersetzt die warme Dusche.

